Nicht nur der Mensch ist in seiner Küche eine Feuchtigkeitsquelle. Beim Kochen, Backen und Spülen fallen sehr große Mengen Wasserdampf
an, die die Luft aufnehmen muss. Wie viel Wasser durch die Luft aufgenommen werden kann, hängt von der Temperatur ab. Es gilt: Je
kälter die Luft ist, desto weniger Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Dieser Effekt ist in Küchen leicht zu beobachten, nämlich immer
dann, wenn die wasserdampfreiche, warme Innenluft auf die kalten Fensterscheiben trifft. Dort kann sie nur noch wenig Wasserdampf
halten und gibt den Rest in Form von Wasser ab. Das Fenster beschlägt. Diese Kondensation findet natürlich auch an den Wänden statt:
Schimmelgefahr! Ein Hygrometer ist eine sinnvolle Anschaffung, um die Luftfeuchtigkeit – ideal sind 40-60 Prozent – im Auge zu
behalten.
Die Küchenhersteller bieten eine große Auswahl an Dunstabzugshauben, die in Kombination mit der professionellen Planung, für jede
Küche die optimale Lösung bieten. Lassen Sie sich unbedingt in einem Küchenstudio beraten! Denn erst ein ausreichender Luftwechsel
und das Abführen von Küchendämpfen und Gerüchen sorgen für ein gesundes und angenehmes Raumklima. Im Idealfall werden so Feuchtschäden
und Fettablagerungen im gesamten Küchenbereich gemindert, die Küche bleibt sauber.
Es ist wichtig, auf die notwendige Lüfterkapazität zu achten und die Luftfördermenge korrekt zu errechnen. Ihr örtliches Küchenstudio
hilft Ihnen hier gern weiter. Die Luftfördermenge errechnet sich aus der Raumgröße in m³ und einer Luftwechselrate (komplette
Erneuerung) der Luft von 6 bis 12 mal in einer Stunde. Die erforderliche Lüfterkapazität ergibt sich aus der Raumgröße mal
Luftwechselrate. Ob Sie sich für ein Umluft- oder Abluftsystem entscheiden hängt meist von baulichen Gegebenheiten ab.
Bei Abluft wird der Dunst angesaugt und über einen Schacht nach außen geleitet. Im Gegensatz zum Umluftsystem, wo der Küchendunst
durch Filter zurück in den Raum geleitet wird, ist hier ein hoher Luftaustausch nötig. Dafür ist es notwendig für einen genügenden
Luftstrom im Raum (gekipptes Fenster, Zugluft-Mauerkasten etc.) zu sorgen, da der Austausch sonst gestört ist.
Bei Umluftsystemen ist die Qualität der Filter entscheidend, die zudem regelmäßig gereinigt, bzw. getauscht werden sollten. Im
Gegensatz zu Abluftanlagen, sollte der Luftstrom im Raum hier sehr ruhig sein, damit sich Geruchs- und Fettstoffe entsprechend in den
Filtern absetzen können. Fragen Sie nach, welches System für Sie das Geeignetste ist!

Abbildung: Schüller
Mit freundlicher Unterstützung von: